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20452 - Gestaltung von Diagonalrohr-Anschlüssen

Langtitel: Praxisgerechte Gestaltung von Diagonalrohr-Anschlüssen im Stahl- und Verbundbrückenbau


FE1: Universität Stuttgart Institut für Konstruktion und Entwurf, Prof. Dr.-Ing. Ulrike Kuhlmann

Laufzeit: 01.02.2019 - 31.07.2021

Im Fokus des Vorhabens steht die praxisgerechte Gestaltung von ermüdungsgerechten Diagonalrohr-Anschlüssen mittels eingestecktem Laschenblech wie sie üblicherweise bei außen- wie innenliegenden Diagonalen von Brückenquersystemen eingesetzt werden. So kommen derzeit im deutschen Brückenbau verschiedene Ausführungsvarianten zum Einsatz, die grundlegend verschiedene Kerben aufweisen und nicht durch die Normen EN 1993-2 bzw. EN 1993-1-9 geregelt sind.
Die Relevanz und Notwendigkeit für die Untersuchungen zeigen aktuelle Brückenbeispiele, wie die Schiersteiner Rheinbrücke, die Hochmoselquerung, sowie die Talbrücke Rinsdorf, wo das Konstruktionsdetail in unterschiedlicher Ausführung zur Anwendung kam. Für die Talbrücke Rinsdorf wurden im Rahmen eines Gutachtens speziell auf die Anforderungen der Brücke ausgelegte Anschlüsse hinsichtlich Ihres Ermüdungsverhaltens entwickelt und mit teilweise kritischen Ergebnissen untersucht. Diese Untersuchungen sind projektspezifisch und nicht ohne weiteres auf andere Brückenprojekte übertragbar, auch zeigte sich Optimierungsbedarf für die Fertigung. Deshalb ist die Entwicklung allgemein gültiger Regelungen dringend erforderlich, um einen wirtschaftlicheren und abgesicherten Ansatz für die Bemessung und Ausführung von Stahl- und Verbundbrücken zu ermöglichen.

Vor allem für bemessende Ingenieurbüros und fertigende Stahlbauer, denen solche Untersuchungen in Eigenleistung nicht möglich sind, da sie vorwiegend den KMU zuzuordnen sind, können solche Empfehlungen zur Konkurrenzfähigkeit gegenüber Großunternehmen verhelfen.

Mithilfe experimenteller und numerischer Analysen sollen deshalb bisher realisierte und modifizierte Lösungen hinsichtlich Ihrer Ermüdungsfestigkeit beurteilt und im Einklang mit Anforderungen für die Fertigung optimiert werden. Die abschließende Aufbereitung der Ergebnisse wird in Bemessungsempfehlungen für den Ingenieur und damit im Einklang stehende Ausführungsempfehlung für die bauausführenden Unternehmen führen.